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Hausaufgabenkonzept des Hansa-Gymnasiums Stralsund

Allgemeines:

Was sind Hausaufgaben?

Mit Hausaufgaben sind hier alle Aufgaben gemeint, die von Schülern selbstständig außerhalb des vom Lehrer geplanten Unterrichts bearbeitet und erledigt werden sollen. Mit „selbstständig“ ist gemeint, dass die Schüler die Aufgaben in der Regel ohne fremde Hilfe lösen. Schüler, Lehrer und Eltern sind auf unterschiedliche Weise an Hausaufgaben beteiligt. Die wichtigsten Akteure sind natürlich die Schüler selbst. Sie sollen sich darin üben, den eigenen Lernprozess selbst zu organisieren – d.h. ihre Zeit vernünftig einzuteilen, die Anforderungen der Aufgaben genau zu analysieren, die Lösungen der Aufgaben vollständig auszuarbeiten und entsprechende Lösungswege darzulegen. Es gibt schriftliche und mündliche Hausaufgaben. Zu den Hausaufgaben gehört in allen Fächern stets die Nachbereitung der vorangegangenen Unterrichtsstunde als Pflicht eines jeden Schülers.

Tipps zur Hausaufgabenerledigung

Die Lern- und Studienzeiten sollen genutzt werden, um gemeinsam mit anderen Schülern vorrangig Hausaufgaben zu lösen und Lehrerunterstützung zu nutzen. Gemeinsam kann man verschiedene Lösungsmöglichkeiten finden, Wesentliches besser erkennen und Fragen vielfältiger beantworten. Ergebnisse der empirischen Unterrichtsforschung belegen: Vom Uuml;bergang vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis ist ein Überlernen von 50% notwendig - d.h. die Hälfte der Zeit, die man nötig hatte, etwas Neues zu verstehen, muss man danach noch aufbringen, um zu wiederholen und zu üben. Die Erledigung der Hausaufgaben ist am gleichen oder folgenden Tag für den Lernprozess am Sinnvollsten (nicht erst am Tag zuvor). Das kurze Wiederholen von neuem Stoff direkt vor dem Einschlafen ist sehr effektiv.

Tipps für die Eltern

Hausaufgaben sind in jedem Fall die Aufgaben der Kinder. Sie können ihr Kind aber unterstützen. Sorgen Sie dafür, dass eine ruhige und sachgerechte Arbeitsumgebung ohne Ablenkungen gegeben ist. Bleiben Sie konstant im Interesse an der Erledigung der Aufgaben. Geben Sie auch Unterstützung hinsichtlich der selbstständigen Verteilung der Arbeiten im Verlauf der Woche, wo dies noch nicht selbstständig von Ihrem Kind strukturiert wird. Erinnern Sie an notwendige kurze Pausen. In jedem Fall sind ein grundsätzliches Interesse an allen Schulaktivitäten und eine positive Einstellung zur Schule von Ihrer Seite eine wesentliche Hilfe für Ihr Kind. Fachliche Hilfe wird von den Eltern im Allgemeinen nicht erwartet.

Speziell für das Hansa-Gymnasium gilt:

1. Zielsetzung von Hausaufgaben

Hausaufgaben werden zum Üben, Wiederholen, Vertiefen zum Sichern von Grundwissen und zum Anwenden des Gelernten in mündlicher und schriftlicher Form gestellt. Gefestigt werden sollen dabei Eigenengagement und Selbstkontrolle. Durch individuelles Üben und Vertiefen sollen eigene intellektuelle Grenzen erprobt und erweitert werden. Hausaufgaben dienen in der Regel nicht der Erarbeitung von neuem Stoff.

2. Rahmenbedingungen

Für die Schüler der Sekundarstufe I sollten die Hausaufgaben täglich in der Regel innerhalb von ca. 60 Minuten konzentrierten Arbeitens zu erledigen sein. In der Sekundarstufe II sollten die Schüler dafür täglich ca. 90 Minuten einplanen. Bei Nachmittagsunterricht nach der 8. Stunde werden für den nächsten Tag in der Regel keine schriftlichen Hausaufgaben erteilt. Umfangreiche Hausaufgaben sind langfristig zu planen. Wochenenden, Feiertage und Ferien sind von Hausaufgaben freizuhalten. Ausgenommen davon ist die mündliche Vorbereitung auf den Unterricht des nachfolgenden Tages.

3. Regeln für die Schülerinnen und Schüler

Von Schülern der Sekundarstufe I wird das Führen eines Hausaufgabenheftes erwartet. Hausaufgaben werden selbstständig und vollständig angefertigt. Führt die ernsthafte Auseinandersetzung mit der gestellten Aufgabe nicht zum Erfolg, sollte rechtzeitig die Hilfe von Mitschülern und Lehrern genutzt werden. Die Suche nach eigenen Lösungen verbietet reines Abschreiben. Die selbstständige Vorbereitung auf den Unterricht und die Festigung von Lernstoff hat durchgängig auch ohne Aufforderung zu erfolgen. Die Lern- und Studienzeiten werden effektiv genutzt. Bei fehlenden Hausaufgaben muss der Schüler vor Beginn der Unterrichtsstunde beim Lehrer unaufgefordert Gründe für die Nichterledigung angeben. Bei Arbeitsaufträgen, die längerfristig bekannt sind, werden Zeitmangel oder organisatorische Gründe für die Nichterledigung nicht akzeptiert. Die Kontrolle und Korrektur der Hausaufgaben ist gewissenhaft vorzunehmen.

4. Regeln für die Lehrer

Die Erteilung der Hausaufgabe geschieht, indem der Lehrer in der Stunde klare Arbeitsaufträge formuliert und ggf. visualisiert. Hinweise zur Erledigung und zur Organisation werden bei Bedarf gegeben. Der inhaltliche Bezug der Aufgaben zum Unterricht muss gewährleistet sein. Damit Hausaufgaben motivierend und fördernd wirken, ist zunehmend eine Differenzierung der Aufgabenstellung anzustreben. Die Fachlehrer tragen die Hausaufgaben für die nächste Unterrichtsstunde ins Klassen- bzw. Kursbuch ein. Sie achten dabei auf die Einhaltung des zeitlichen Rahmens: In der Sekundarstufe I pro Unterrichtsblock ca. 15 Minuten, in der Sekundarstufe II ca. 25 Minuten. Das Lehrerteam der Klasse berücksichtigt bei der Hausaufgabenerteilung die Rahmenbedingungen. Die Kontrolle und Korrektur der Hausaufgaben ist selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts. Bei fehlenden Hausaufgaben entscheidet der Fachlehrer über die Anerkennung der vom Schäler fär das Versäumnis vorgetragenen Gründe. Fehlen Hausaufgaben gehäuft, wird der Kontakt mit den Eltern gesucht und bei Bedarf ein Gespräch vereinbart.

5. Bewertung

Hausaufgaben werden nur dann bewertet, wenn das dem Schüler bei der Vergabe bekannt gegeben worden ist. Dabei gelten unsere Grundsätze der Leistungsbewertung. Das Sanktionieren des Versäumens von nicht zur Bewertung vorgesehenen Hausaufgaben darf nicht durch Benotung erfolgen. Mehrfaches Versäumen der Hausaufgaben wird bei der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens berücksichtigt.

 
  Letzte Aktualisierung: 20.11.2017