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Geschichtliches zum Hansa-Gymnasium Stralsund

Das Stralsunder Schulwesen hat eine lange Tradition, die sich bis in das Jahr 1560 zurück verfolgen lässt. Das damals gegründete Gymnasium befand sich im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen. Bis zum Jahre 1800 gab es keine weiteren öffentlichen Schulen bis auf die in der Kniepervorstadt und Tribseervorstadt. In den preussischen Landesteilen, wozu auch Pommern seit 1815 gehörte, wurde 1825 die Schulpflicht eingeführt. Alle öffentlichen Elementar- und Privatschulen wurden 1826 einer Schulkommission unterstellt. Seit der Reformierung des städtischen Schulwesens 1861, war es auch den Mädchen erlaubt ein Abitur abzulegen. Am 18. September 1911 begann man mit den Bauarbeiten zum Bau einer neuen Höheren Mädchenschule. Die Einweihung der Schule fand am 22. Dezember 1913 statt, bei der Herr Gronow, der damalige Bürgermeister, folgendes Zitat äusserte:

"Es mögen grössere und prächtigere Schulhäuser in Preussen genug vorhanden sein, aber in einer Beziehung ist dieses Schulhaus unerreichbar. Wenn Sie von den Wandelgängen der oberen Etage dieses Hauses an einem klaren Sommer- oder Wintertag durch die Fenster hinausblicken, vor sich den Sund, belebt mit Booten und Schiffen, gegenüber die Insel Rügen, links die Insel Ummanz, darüber hinaus in dämmeriger Ferne Hiddensee, und dahinter das freie Meer, und wenn Sie dann den Turm besteigen und rückwärts ihre Blicke wenden über die Stadt, und zu Ihren Füßen das Johanniskloster sehen und dahinter das alles umkränzt von einem Kranz von Seen, dann müssen Sie bekennen, eine schönere Lage kann kein Schulhaus in unserem Vaterland haben."

Ein Jahr später, am 01. April 1914 erfolgte nun auch hier die Angliederung eines Oberlyzeums. Der Minister ordnete an, dass das Oberlyzeum, vom 28. März 1915 an, den Namen "HANSA-SCHULE AM SUNDE" führt.

Die Hansa-Schule wurde im August 1943 nach Bergen umquartiert, weil die Wehrmacht im Gebäude die Luftwaffenschule Thor und eine Krankensammelstation eingerichtet hatte. Nach dem Krieg wurde das Haus als Typhus-Krankenstation genutzt. Diese Umquartierung wurde 1945 wieder rückgängig gemacht. 1947 wurde das Mädchen-Lyzeum mit der Schiller-Oberschule für Jungen in der Bleistraße, die vor 1945 Ferdinand-von-Schill-Schule hieß, zur Hansa-Oberschule zusammengelegt und damit in Stralsund die Koedukation eingeführt. Nach Gründug der DDR wurde unsere Schule zu eine Erweiterte Oberschule, die einzige ihrer Art in Stralsund.

Seit August 1991 beherbergt dieses altehrwürdige Gebäude unser HANSA-GYMNASIUM HANSESTADT STRALSUND, welches derzeit von etwa 520 Mädchen und Jungen besucht wird. Wir können uns nur dem Zitat des damaligen Stralsunder Bürgermeisters, Herrn Gronow, anschliessen: "..., eine schönere Lage kann kein Schulhaus in unserem Vaterlande haben."

 
  Letzte Aktualisierung: 20.11.2017